Wie man fast 300 außergewöhnliche Schlitten findet

Häufige Geschäftsreisen führten meinen Vater, Horst-August Bollweg, durch ganz Deutschland, hauptsächlich jedoch nach Bayern. Bei der Suche nach Schätzen für seine Sammlung fand er Entspannung und Abstand von seinem überaus großen beruflichen Einsatz.

Mein Vater war stets offen und interessiert an den Lebensgeschichten und -schicksalen der Menschen –  hier findet sich sicher auch eine erbliche Verbindung zu meinem beratenden und therapeutischen Beruf, um kurz auch mal etwas über mich zu erzählen 😉 –, so dass er leicht in Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen kam, die sich dann gerne für ihn nach Schlitten umhörten. Denn in so mancher Scheune stand seit Generationen ein Schlitten, der allmählich dem Verfall ausgesetzt war.  Nur mit der gehörigen Portion Phantasie konnte man erkennen, was für Prachtstücke da vor sich hin rotteten, wie ihr in den folgenden Bildern sehen könnt.

Zunächst suchte mein Vater aktiv bei Händlern nach Schlitten, später war er für seine Leidenschaft so bekannt, dass sich verkaufsinteressierte Schlittenbesitzer selbst bei ihm meldeten.

Und auch Trödler und Antiquitätenhändler wussten, an wen sie sich wenden mussten, wenn ihnen ein schnittiges Kufengefährt angeboten wurde.  Das alles geschah noch vor Internet-Zeiten: Es flatterten also handgeschriebene Briefe mit eigens aufgenommenen Fotos der teils arg ramponierten Familienschlitten in den Bollwegschen Briefkasten.

Es war eine seltene Ausnahme, wenn einer dieser Schlitten nicht der Sammlung zugeführt wurde….

Bis bald,

Eure Stephanie


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